Ganz unter dem Motto „Ride wild – respect wildlife“ findet ihr untenstehend die Aktuellen Wildruhezonen. Praktischerweise ist der Layer „über 30° Hangneigung“ ebenfalls schon aktiviert. Die Transparenz der Layer kann jederzeit links übers Menu angepasst werden.

 

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Wildruhezonen und Wildschutzgebiete schützen Wildtiere vor übermässiger Störung durch die Freizeitaktivitäten des Menschen. Bereits das unerwartete Auftauchen eines Schneeschuhläufers kann für Wildtiere im Winter problematisch sein: Eine Flucht kostet viel Energie, die dann zum Überleben fehlt. Wildruhezonen dürfen darum im Winter nicht oder nur auf ausgewiesenen Routen betreten werden.

 

 

 

Um ein möglichst umweltverträgliches Miteinander von Wintersportlern und Tierwelt zu ermöglichen haben das Bundesamt für Umwelt BAFU und der Schweizer Alpen Club SAC die Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ lanciert. 

Sämtliche Infos haben wir hier zusammengetragen:

 

Vor der Tour

Das Vorgehen Schritt für Schritt

  • Überprüfe auf der Karte der Wildruhezonen und Wildschutzgebiete Schweiz, ob deine Route durch ein Schutzgebiet führt. Wildruhezonen und Wildschutzgebiete dürfen nur auf den ausgewiesenen «erlaubten Wegen» betreten oder befahren werden.

 

  • Überprüfe anhand der Kartenanwendung auf dem Internet, ob deine Skitourenkarte noch dem aktuellen Stand entspricht (vgl. Kasten rechts). Übertrage allfällige Änderungen in deine Karte oder drucke dir den entsprechenden Kartenausschnitt aus. So kannst du dir auch unterwegs jederzeit einen Überblick verschaffen. Vielleicht zwingt dich Unvorhergesehenes, von der geplanten Route abzuweichen.

 

  • Studiere den Routenverlauf auf der Landeskarte 1:25 000 nochmals mit den Augen eines Wildtiers. Achte darauf, dass du Wildtiere auch ausserhalb von Schutzgebieten nicht störst: Bleib im Wald auf markierten Routen und Wegen und meide Waldränder.

 

  • Falls du ein Schutzgebiet betrittst und du etwas Besonderes planst (z. B. eine Fackelabfahrt mit einer Gruppe), erkundige dich sicherheitshalber beim zuständigen Wildhüter, ob dies mit den Schutzbestimmungen vereinbar ist. Der Wildhüter kennt sein Gebiet und hilft dir gerne weiter.

 

Hinweis
Informiere dich bei der Ausübung von Wintersportarten stets aktuell über die Schutzbestimmungen; das geltende Recht verpflichtet dich dazu.

 

 

 

 

Auf der Tour

Halte dich unterwegs an die vier Regeln von «Respektiere deine Grenzen». Die Trichterregel hilft dir, die Regeln besser zu verstehen. Achte auf Markierungen im Gelände und auf die Anwesenheit von Wildtieren. Passe den Routenverlauf wo nötig den Verhältnissen an.
Vier Regeln für unterwegs:

  1.  Beachte Wildruhezonen und Wildschutzgebiete: Sie bieten Wildtieren Rückzugsräume.
  2. Bleibe im Wald auf den bezeichneten Routen und Wegen: So können sich die Wildtiere an den Menschen gewöhnen.
  3. Meide Waldränder und schneefreie Flächen: Sie sind die Lieblingsplätze der Wildtiere.
  4. Führe Hunde an der Leine, insbesondere im Wald: Wildtiere flüchten vor frei laufenden Hunden.

Trichterprinzip
Das Trichterprinzip hat ihren Namen vom trichterförmig enger werdenden Bewegungsspielraum, den du mit abnehmender Höhe bei der Abfahrt bzw. beim Abstieg nutzen kannst, ohne Wildtiere zu stören.

  1. In den offenen Hängen oberhalb der Baum- und Strauchgrenze leben im Winter nur wenige Wildtiere wie z. B. der Steinbock, die Gämse oder das Alpenschneehuhn. Hier kannst du dich relativ frei bewegen. Meide jedoch felsige und schneefreie Flächen oder Geländerippen. Wildtiere suchen dort nach Nahrung.
  2. Je näher du in bewaldetes Gebiet vordringst, desto grösser ist das Risiko, dass du Wildtiere aufscheuchst. Deshalb schränkst du deinen Bewegungsraum zunehmend ein.
  3. Im Wald bewegst du dich nur noch auf Waldwegen oder ausgewiesenen Routen. Bitte keine Routen entlang der Waldränder wählen. Hier halten sich Wildtiere besonders gerne auf.

 

So funktioniert das Trichterprinzip

So funktioniert das Trichterprinzip