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Über die Sinnlosigkeit, einen Big Mac auf den Steingletscher zu fliegen

Starkoch René Schudel verteilt pünktlich zu Weihnachten Geschenke, und fliegt dafür zwei Gäste für einen „lampigen“ Big Mac auf den Steingletscher. Eine unnötige Aktion, mit deren Mittel man weitaus Sinnvolleres hätte tun können. 

 

Die Weihnachtszeit war auch dieses Jahr die Zeit der Geschenke. Zeit, seine Liebsten mit einer besonderen Aufmerksamkeit zu überraschen. Die Zeit eben, um auch mal Zeit als solches zu Schenken. Im Kontext der „Ehe“ zwischen dem Fast-Food Giganten McDonalds und Starkoch René Schudel heisst das: Zwei Gäste für einen Big Mac auf den Steingletscher zu bugsieren – im Helikopter natürlich.

 

Schudel im Element

Schudel, Taussendsassa, Werbebotschafter und seit Neustem auch noch Hobbypilot hat die Zeit des Geschenkeverteilens wörtlich genommen, und in einer Filiale zwei spontane Kunden aufgegabelt, um diese an einen besonderen Ort zu fliegen. Nicht das erste Mal, dass Schudel seine Gäste exklusiv beglücken will. Beim letzten Versuch – eine exklusive Buchpräsentation für einen Sponsor auf dem Petersgrat – hatte im das Wetter, wie schade, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Oder besser: die Suppe versalzen.

 

Für wenige statt für viele

Bei solchen Aktionen, getreu nach dem Motto „für wenige statt für Viele“ stellt sich unweigerlich die Frage nach der Verantwortung und Vorbildfunktion, die ein Fernsehkoch und sein Sponsor zweifelsohne inne haben, im Fachjargon: „Die Corporate Social Responsability“. Eine solche habe man sehrwohl, teilt der gelbe Riese (nicht die Post) auch umgehend auf Twitter mit. Dort rühmt man sich damit, Frittenfett zu Biodiesel zu verwerten, und Strom aus Wasserkraft zu beziehen. Ob der Heli von Schudel und Co. ebenfalls mit Biodiesel aus altem Frittieröl betrieben wurde, darf bezweifelt werden. Mit einem geschätzten Verbrauch von 180l Kerosin pro Flugstunde passt der Helikopterflug aber so gar nicht ins Nachhaltigkeitsprogramm der Burger-Kette.

 

Wenn die eine Hand nicht weiss, was die andere tut

Die ganze Aktion entspricht (Kamera-Heli plus Schudel-Heli) Emissionen von bis zu einer Tonne CO2 – man hätte damit weit Sinnvolleres anstellen können. Beispielsweise 80 Bäume pflanzen, die das CO2 wieder binden. Dies hätte erst noch besser zum Logo mit gelbem Schriftzug auf grünem Grund gepasst.

Oder 600km mit dem LKW, um Nahrungsmittel oder Sachspenden für 2x Weihnachten zu spenden.

Oder man hätte es einfach sein lassen.

 

 

Was ist deine Meinung zur Aktion? Nette Geste oder Unnötige Belastung für die Umwelt? Sag uns deine Meinung!

 

Für alle Interessierte: Das Video findet man auf der Facebook-Seite von René Schudel.

Bild: Facebook

 

Profile photo of Manuel Scherrer

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