Eiger Expresss No!

Mountain Wilderness lanciert Gegenkampagne zum Eiger-Express

 Das geplante V-Projekt der Jungfraubahnen ist ein Jahrhundertwerk. Die geplante Bahn führt von Grindelwald aus sowohl zur Station Eigergletscher als auch auf den Männlichen. Doch das Projekt stösst auf heftigen Widerstand. Jetzt hat auch Mountain Wilderness eine Gegenkampagne zum Eiger-Express lanciert.

 

Im Wesentlichen kritisiert die Umweltorganisation 4 Punkte:

  1. Eingriff in die intakte Landschafts des Eigervorfelds
    Am Fusse des Eigers beginnt die Region Jungfrau-Aletsch, welche im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BNL). Laut Mountain Wilderness ist der „BLN-Status von grosser politischer Relevanz, da Eingriffe in diesen Gebieten gemäss Natur- und Heimatschutzgesetz nur dann möglich sind, wenn ein übergeordnetes und nationales Interesse dafür spricht.“
    Mountain Wilderness kritisiert, dass ein Teil der geplanten Bahn direkt durch dieses schützenswerte Gebiet führt und damit einen massiven Eingriff ins Dreigestirn von Eiger, Mönch und Jungfrau darstellt.
  2. Einseitige touristische Wertschöpfung
    Durch die neue Bahn möchten die Jungfraubahnen die Abfertigung von Touristengruppen im Eiltempo ermöglichen. Mountain Wilderness kritisiert dien Express-Konsum der Bergwelt: „im Sommer sollen die sogenannten Express-Touristen anrauschen, in einem halben Tag den Berg konsumieren und wenig Zeit später zum nächsten Spektakel in anderen Gegenden abreisen können. Dabei generieren Express-Touristen kaum Wertschöpfung in den Dörfern Grindelwald und Lauterbrunnen.“
    Mountain Wilderness kritisiert diese, ihrer Ansicht nach einseitige Wertschöpfung.
  3. Undurchsichtiger Nutzen der Eigerbahnen
    Durch den Bau des Eigers-Express würden die Kapazitäten im Gebiet auf einen Schlag verfielfacht. Im Sommer, wenn die Skitouristen ausbleiben wäre der Eiger-Express mit einer massiven Übkapazität konfrontiert, wie Mountain Wilderness mitteilt:
    „Die einzig betriebswirtschaftlich sinnvolle Lösung ist dann die Stilllegung einzelner Äste. Dem Eiger-Express werden daher erst mal viele Arbeitsplätze bei der Wengeneralpbahn zum Opfer fallen. Und Wengen riskiert einen massiven Bedeutungsverlust.“
  4. Projekt eine zu grosse Hypothek für zukünftige Generationen
    Und zu guter letzt sorgt sich Mountain Wilderness auch um die zukünftigen Generationen. Dass sich der Tourismus in der Zukunft grundlegend verändern wird scheint allen Parteien klar.
    Mountain Wilderness aber geht davon aus dass dieses Projekt den Veränderungen nicht gerecht wird. Er sieht das Projekt vielmehr als grosse Hypothek für zukünftige Generationen.

 

„Noch liegt ein letzter Schleier des Geheimnisvollen und Unnahbaren um die berühmteste aller Nordwände. Auch der ganz gewöhnliche Tourist kann dort durchwandern und die aufsteigenden Nebel und schwindenden Eisfelder erleben. Und wenn er will kann er auch einen Stein aus der Nordwand aufheben und mitnehmen. Das Disneyland Alpen sollte in diesem Rest von Urlandschaft nicht das Besondere zerstören.“
Oswald Oelz, Bergsteiger, Expeditionsarzt und Höhenmediziner

 

Quelle: www.eiger-express-nein.ch

 

Alle Informationen zur Gegenkampagne gibts hier.

www.eiger-experess-nein.ch

 

Hier gehts zum Communiqué.

Hier gehts zum Interview mit Christian von Allmen. Einem der grössten Kritiker des Projekts im Berner Oberland.

 

 

 

 

 

Profile photo of Manuel Scherrer

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