EOFT 2014

Was hat Kranklettern mit Outdoorsport zu tun?

Die European Outdoor Tour, kurz EOFT zieht outdoorbegeisterte Zuschauer in ihren Bann – mehr als je zuvor! Doch wieviel Outdoor steckt noch in den Filmen die gezeigt werden? Die diesjährige Ausgabe vermittelt den Eindruck von Quantität vor Qualität. Kann das gut sein?

 

Der Outdoorsport boomt. Paralell dazu steigen Verkaufszahlen, Anzahl Outdoorsportler und Zuschauer an Filmtouren, wie auch die EOFT eine ist. Was vor ein paar Jahren im kleinen Begann, ist mittlerweile eine etablierte und bekannte Filmtour mit Vorstellungen auf dem ganzen Kontinent. Die Locations werden grösser, die Werbkampagnen intensiver, mit entsprechendem Erfolg.

 

Quantität vor Qualität

Satte 9 Filme gibts an der diesjährigen Tour zu bestaunen, mehr als je zuvor. Von Klettern über Kajak bis Freeriding ist alles dabei. Soweit so gut. Was jedoch auffällt dieses Jahr: Mit Filmen wie „Don’t look down“ sind dieses Jahr auch Disziplinen vertreten, die man so gemeinhin jetzt nicht in Verbindung mit Outdoorsport setzt.

 

Falsche Signalwirkung

Dieser Film begleitet Urban Climber James Kingston in die Ukraine, wo er mit seinem osteuropäischen Buddy Brücken, Kräne und Wolkenkratzer besteigt. Dabei enstanden atemberaubende Bilder, die Spannung ist greifbar und gleichzeigt fragt man sich: Was zur Hölle hat das mit Outdoorsport zu tun? Ungesichert auf irgendwelche Gebäude zu klettern, sich an irgendwelche Stalträger zu hangen nur um sich den ulitmativen Kick zu holen? Was für eine Signalwirkung hat das Abfeiern eins solchen Lebensmüden auf die Zuschauer? Wollen die Zuschauer das überhaupt sehen?

 

Unnötige Effekthascherei

Hier steht die Effekthascherei ganz klar im Zentrum. Es wird genau mit jenen Reizen hantiert, die man als Outdoorsportler und insbesondere als Bergsportler immer wieder an den Kopf geworfen bekommt: „Was du machst ist doch viel zu gefährlich!“. Man bringe sich beim Klettern in den Bergen nur unnötig in Gefahr sagen die einen, und es sei doch verantwortungslos meinen die Anderen. Ich versuche dann immer zu relativieren und auf das richtige Risikomanagement zu verweisen.

Bei „Don’t look down“ ist das nicht möglich, weil es schlicht weg nicht existiert. Schade, dass so ein Film Platz in einer Tour findet und somit eindrucksvolle Filme wie „Nobody’s River“ in den Hintergrund drängt.

Was ist eure Meinung dazu? Sende uns deine Meinung via untenstehendes Kommentarfeld!

 

 

Profile photo of Manuel Scherrer

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