Oberried Ötztal

Da solltest du diesen Sommer hin zum Klettern

So langsam aber sicher setzt er sich durch, der Sommer. Und mit ihm steigt in der Regel die Lust aufs Klettern draussen am Fels, und die Suche nach dem passenden Programm für die Sommerferien beginnt. Doch wo kann bei 32° im Schatten geklettert werden? Was, wenn der Winter mitten im Sommer ein Comeback feiert? Wir haben euch ein paar Ideen für Eure Kletterferien in Bergen zusammengestellt. 

 

Furka, Grimsel und Susten: Pass-Safari mit alpinen Kletterrouten

Hält der Sommer auch in der Schweiz Einzug, ist es in vielen Klettergärten im Flachland oder den Voralpen entlang schlicht zu heiss zum Klettern. Spätestens dann lohnt es sich, auf einem der Pässe im Herzen der Schweiz klettern zu gehen. Dafür bieten sich Furka- Grimsel- und Susten perfekt an. Sie alle sind quasi miteinander verbunden, und können so für eine Kletterrundtour zusammenghängt werden.

So startet man beispielsweise im Meiental und gönnt sich einem Bouldertag beim nahegelegenen Sustenbrüggli (App-Tipp Bimano)  oder besucht die nahegelegene Sustlihütte, um am nächsten Tag via Grassensüdwand den Grassen zu erklimmen. Ein alpine Kletterei mit Plaisir pur!

Strandfeeling im Bächlital

Strandfeeling im Bächlital

 

Anschliessend geht’s weiter auf den Grimselpass. Dort locken diverse spektakuläre Mehrseillängen. Eher einfachere dafür plattigere Routen entlang dem Rätereichsbodenstausee, oder etwas anspruchsvollere in der Nähe der Handegg. Ebenfalls sehr empfehlenswert: Ein Ausflug ins wunderschöne Bächlital (Beachfeeling inklusive) und die Besteigung des Gross Diamanstock über den Südgrat, der Mittellegigrat des Haslitals.

Zu guter Letzt lockt als Dessert der Furkapass. Leicht erreichbar ab Sidelenbach die Sidelenhütte, eine der gemütlichsten Hütten in der Zentralschweiz in der perfekte Ausgangspunkt für ausgedehnte Klettertouren. Von „plaisir“ bis „clean“ gibts hier alles zu holen. Clean beispielsweise in de Südwand des Klein Bielehorn, plaisir am Haniball-Turm.

Wer noch gerne eine gemütliche Hochtour anhängen möchte, dem sei der Galenstock via SE-Sporn empfohlen.

Alpine Kletterei durch die Grassen Südwand. Foto: David Isliker

Alpine Kletterei durch die Grassen Südwand. Foto: David Isliker

 

Engadin: Abkühlung für heisse Tage

Das Oberengadin ist in erster Linie für seine schöne Seenlandschaft, den goldenen Herbst und das mondäne St. Moritz bekannt. Als Klettermekka hat es bis jetzt noch nicht zum Durchbruch gereicht. Zu Unrecht! So bietet das Engadin sowohl für den Einsteiger oder Familien als auch für den ambitionierten Kletterer sowohl Möglichkeiten mit kurzem Zustieg als auch alpine Routen in wildem Ambiente.

So findet man beispielsweise in Maloja selber als auch in Plaun da Lej Klettergärten mit kurzem Zustieg. Wer es gerne etwas abgelegener mag, der wird am Lunghin See fündig. Dort finden sich sowohl Mehrseillängen im 4. und 5. Franzosengrad, als auch alpine Kletterei entlang dem Grevasalvas Pfeiler.

Das Engadin eignet sich Dank der Höhenlage perfekt für heisse Tage.

Infos und Führer gibts unter klettern-engadin.ch

Lunghin-See_klein

Der wunderschön gelegene Lunghinsee lockt mit moderaten MSL

 

Chiavenna: Baden und Klettern mit südländischem Flair

In fast unmittelbarer Nähe aber doch einige Meter tiefer liegt Chiavenna. Der perfekte Ort, wenn es im Engadin noch/wieder zu kühl ist. Chiavenna liegt gerade Mal auf 325m und bietet dadurch angenehme Temperaturen. Klettergärten findet man beispielsweise in Acquafraggia gleich hinter dem Camping, oder Richtung Bergell beim Sasso del Drago (gleich an der Strasse). Wer es alpiner mag, findet bspw. rund um die Albigna-Hütte alpine Routen en masse.

Chiavenna und das Engadin ergänzen sich somit perfekt. Je nach Temperatur, Wetter und Ansprüchen findet man auf kleinem Raum ein reichhaltiges Angebot in wunderschöner Landschaft.

Freunde des Boulderns werden übrigens Richtung Splügenpass in Cimaganda fündig. Und nach dem Klettern lädt der Lago di Mezzola zum baden ein.

Bouldern Cimaganda

Boulderblöcke bei Cimaganda

 

Ötztal: Plaisir und Familienbergsteigen beim östlichen Nachbar

Wer nebst perfekt erschlossenen Klettergärten auch eine ausgebaute touristische Infrastruktur schätzt, wird bei unserem östlichen Nachbar im Ötztal fündig. Als „Climbers Paradies“ angepriesen, finden sich diverse Klettergärten und Klettersteige entlang des Tals. Für Plaisirkletterer empfehlenswert vorallem die Engelswand in Tumpen und der Klettergarten in Oberried. In der Hochsaison und an schönen Tagen muss hier aber mit einem erheblichen Ansturm gerechnet werden.

Wer gerne bouldert, der wird bei den Blöcken in Tumpen fündig. Diese liegen wunderschön verteilt in einem Nadelwald. Der Piburger See liegt übrigens gleich um die Ecke und bietet eine angenehme Abkühlung.

Ausführliche Infos aus erster Hand gibts hier. 

Oberried Ötztal

Klettergarten Oberried im Ötztal

 

 

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