Capanna Saléi auf der Alpe Saléi

Genusswandern im Tessin: Vom abgelegenen Onsernonetal zur Alpe Saléi

Wenn im Frühling in den höher gelegenen noch zu viel Schnee liegt, das Wetter in der südlichsten Ecke der Schweiz aber schon zu ausgedehnten Wanderungen lädt, dann schlägt die Stunde des Onsernonetal. Dieser abgelegene Flecken der Schweiz bietet Wandermöglichkeiten in Hülle und Fülle auch in niedrigen Lagen. Die Genusswanderung von Spruga im Onsernonetal auf die Alpe Saléi ist so eine. Sie erfüllt sämtliche Klischees, die wir uns unter einen Hüttenwanderung im Tessin vorstellen: Wunderschöne Bergseen, rustikale Steinhäuschen und ein herzlicher Tessiner Hüttenwart welcher dazu noch fantastische Polenta kocht!

Das Abenteuer beginnt schon im Centovalli, bei der Verzweigung ins Onsernonetal. Die Strecke gehört wohl zu den kurvenreichsten im ganzen Tessin und dauert auch mit sportlicher Fahrweise geschlagene 45 Minuten. Respekt an den Postautochaffeur, welcher seinen Bus souverän bis nach Spruga steuert.

 

Anreise

Mit dem Auto von Locarno Richtung Onsernonetal und Vallemagia. In Ponte Brolla die Verzweigung Richtung Centovalli und Onsernonetal. Anschliessend auf kurvenreicher Strasse bis nach Spruga. Einige Parkpläzte im Dorfzentrum beim Wendeplatz vorhanden.

Mit dem öffentlichen Verkehr von Locarno das Postauto Richtung Spruga Onsernone ohne Umsteigen.

 

Route Onsernone (Spruga) – Alpe Saléi mit dem Monte Zucchero

Von Spruga durchs Dorfzentrum Richtung Pian Secco. Dort gibts übrigens auch ein BnB sowie diverse Rusticos, die gemietet werden können. Von Piansecco durch einen wunderschönen Lärchenwald zur Alpe Pesced. Von dort entweder linkshaltend zum Laghetto del Saléi und von dort absteigend zur Hütte oder rechtshaltend auf direktem Weg zur Alpe Saléi. Dieser Weg traversiert zuerst den Hang und steigt dan leicht an. Der Übergang über den Lavadina Bergbach ist in der Regel problemlos machbar. Von dort in wenigen Minuten zur Hütte.

 

Grossartiges Panorama übers ganze Tessin

Wer nach den 2.5 h Wanderzeit noch nicht genug hat, kann auch gleich noch den Monte Zucchero anhängen. Zuerst Richtung Seilbahnstation und dann weiter dem bewaldeten Grat folgen. Von dort steigt der Weg gleichmässig an und man erreicht in total 40 Minuten den Gipfel und geniesst ein wunderschönes Panorama. Der Abstieg ist im Frühjahr wesentlich kürzer, denn es kann meist übe eine Schneerinne abgerutscht werden.

 

Alpe Salei

Alpe Salei

 

Unterkunft beim sympathischen Hüttenwart Fausto

Die Capanna Alpe Saléi wird vom sympathischen Hüttenwart Fausto bewirtet. Ihn bringt nichts aus der Ruhe und ist nie um einen guten Spruch verlegen. Er weiss auch immer von den aktuellen Verhältnissen rund um die Hütte zu berichten.

Ausserdem anwesend ein äusserst angenehmer Hüttenhund (Name unbekannt), der so gut erzogen ist, dass er sogar die Türe selbst öffnet.

Sensationell ist die Polento von Fausto. Sie wird original nach Tessiner Art zubereitet und ist dunkler und körniger als jene, welche aus unseren Läden bekannt ist.

Die Halpension gibts für 63.- CHF pro Nacht im Massenschlag.

Infos gibts hier: http://www.capannasalei.ch/

Wer nicht so gut zu Fuss ist oder sich die Hüttenwanderung ersparen will erreicht die Capanna Saléi auch mit der Seilbahn. Infos gibts hier!

 

Spruga - Alpe Salei © SwissTopo

Spruga – Alpe Salei © SwissTopo

 

Profile photo of Manuel Scherrer

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