Suisse Alpine 2020

Gegenwind für Suisse Alpine 2020

Der SAC hat mit dem Digitalisierungsprojekt „Suisse Alpine 2020“ Grosses vor. Das stösst nicht bei allen Sektionen auf Zustimmung, einige haben nun Gegenvorschläge eingereicht. An der Abgeordnetenversammlung vom 11. Juni wird abgestimmt. 

 

Das Projekt „Suisse Alpine 2020“ wurde vom Schweizer Alpenclub SAC unlängst zu einem Flagschiff der Zukunftsstrategie deklariert und soll für Aufbruchstimmung innerhalb des Clubs sorgen. Das Projekt setzt sich zum Ziel, die Führerliteratur des SAC Verlags komplett zu digitalisieren, und somit in ein neues Zeitalter zu überführen. Das Projekt befindet sich aktuell in der Planung und soll knapp 8 Mio CHF kosten. Ein Teil davon, 2.7. Mio, steuert das SECO bei.

 

Vorgehen stösst auf Widerstand

Während potentielle Konkurrenten noch entspannt sind, stossen die Ambitionen des Zentralverbands  nicht bei allen Sektionen auf Zustimmung. Die 5 Sektionen Bern, Uto, Rossberg, Les Diablerets und Monte Rosa haben unlängst ihre Bedenken geäussert, und bezeichnen die Situation auf der Website der Sektion Monte Rosa als „besorgniserregend“. In einem Forderungskatalog fordern sie nichts anderes als der sofortige Stopp des Projekts und einen anschliessenden Review durch Externe Fachpersonen.

Konkret stellen bemängeln die beteiligten Sektionen die Wahl der Projektpartner, fehlende Analysen, zu hohe Kosten und wirft dem SAC zudem vor, im Schatten von „Suisse Alpine 2020“ den Relaunch Website voranzutreiben. Die Projektleitung hat dazu in einem eigens einberufenen „Elefantensektionstreffen“ Anfangs April Stellung genommen und die offenen Fragen beantwortet.

 

SAC nimmt Stellung

So habe er erst gerade im Frühling 2016 ein weitere Befragung abgeschlossen, die sich explizit nach den Bedürfnissen der Mitglieder und Nicht-Mitglieder orientiert, also den potenziellen zukünftigen Nutzern. Einwänden, geplante Funktionen stünden bereits auf bestehenden Gratisportalen zur Verfügung, entgegnet die Projektleitung gelassen. Diese genügten den Anforderungen meist nicht, respektive qualifizierte Informationen seien auch auf diesen Portalen kostenpflichtig. In Bezug auf die Finanzierung geht der SAC zudem davon aus, die hohe Zahlungsbereitschaft für die bestehende analoge Literatur ins Digitale überführen zu können.

 

Welchen Weg die Beteiligten wählen, wird die Abgeordnetenversammlung am 11. Juni zeigen.

 

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