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Die letzten Wildnisgebiete der Schweiz

Die Begriffe Dichtestress und Zersiedelung sind im Moment allgegenwärtig, wenn es um die Herausforderung unserer Gesellschaft geht. Heliskiing und Technisierung sind die entsprechenden Synonyme für Bergsportler. Doch es gibt sie noch, die letzten Wildnisflecken der Schweiz. Eine Auswahl. 

 

Die Online Community Hikr.org ist bekannt für ihre umfangreiche und detailtreue Dokumentation von Bergtouren aller Art. In unzähligen Stunden werden Routen beschrieben, Bilder hochgeladen und Tipps verteilt. Aktuell läuft eine Diskussion, welches die wildesten und abgelegensten Orte der Schweiz sind. Eine Auswahl wollen wir euch nicht vorenthalten:

 

1. Glacier d’Otemma

Die fast südwestlichste Ecke der Schweiz, aber auf jeden Fall einer der grössten abgelegensten Flächen der Schweiz. Besonders reizvolle Gipfel sind „La Singla“. Übernachtungsmöglichkeit gibts im spektakulären Bivouac de Aiguillette a la Singla

 

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Quelle: hikr.org

 

2. Gredetschtal

Das Gredetschtal ist vor allem bekannt für seinen prominenten Talabschluss – wenn man das Tal denn überhaupt kennt. Prominenter Wächter im weiten und wilden Talkessel ist das Nesthorn. Eine Empfehlung, für alle die gerne weit ab der Massen Bergsteigen und einen langen Zustieg nicht scheuen.

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Das wilde Gredetschtal mit Blick Richtung Nesthorn.

Quelle: Hikr.org

 

3. Val Cama

Eine der schönsten und südlichsten Ecken des Kanton Graubünden. Erreichbar nur über einen Wanderweg, eröffnet sich nach ca. 3 Stunden ein herrlicher Talkessel mit einem wunderschönen Bergsee und und urtümlichen Berghütten an dessen Ufer. Zahlreiche Hütten im Tal wurden in letzter Zeit sanft renoviert und bieten Wanderern und Bergsteigern gemütliche Unterkünfte. Tragische Berühmtheit erlangte das Val Cama durch einen Bergsturz mit Todesfolge im Sommer 2013.

Das Val Cama mit sanft rennoviertem Rifiugio im Vordergrund

Das Val Cama mit sanft rennoviertem Rifiugio im Vordergrund

Quelle & Bild: Robert Mühleisen, www.val-cama.ch

 

4. Val Lodrino

Das Val Lodrino ist zwar nicht die abgelegenste Ecke des Tessins, aber bestimmt eine der Wildesten. Während die Karte doch einige Wanderwege vermuten lässt, sieht die Realität schon einiges wilder aus und viele Wege sind nicht mehr unterhalten. Das Val Lodrino war Bestandteil einer Studie über sanften Tourismus in abgelegenen Bergtälern.

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Bild: alpi-ticinesi.ch

 

5. Val Mulix

Während auf der Albulapassstrasse im Sommer Motorräder brummen und die roten Rhb-Züge sich durch die Kehrtunnels schlängeln, geht es etwas oberhalb im Val Mulix einiges ruhiger zu und her. Zum Glück! Denn die das unberührte Tal mit dem Lei Ner zum Abschluss gehört zu einem der schönsten im Kanton.

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Das wunderschöne Val Mulix, ein Seitental des Albulatals

Quelle: Hikr.org

 

6. Val Frisal

Das geschützte Val Frisal auf 1900 m.ü.M. ist ein 3 km langes Hochtal mit wunderbar mäandrierenden Wasserläufen und ein Flachmoor mit seltener Fauna und Flora. Leicht erreichbar von Brigels ein perfektes Ziel für eine gemütliche Tageswanderung.

Brigels GR Photo by Christof Sonderegger

Val Frisal bei Brigels. Bild: Christof Sonderegger

Quelle: Schweiz Tourismus

 

7. Gerental

Das Gerental fristet unter den Seitentälern des Obergoms neben seinem prominenten Nachbar, dem Binntal, ein relativ unspektakuläres Dasein. Weit spektakulärer ist aber die Landschaft, die man dort vorfindet. Das Tal eignet sich perfekt für eine anspruchsvolle Wanderung vom Wallis ins Tessin.

Das hintere Gerental

Das hintere Gerental

Quelle: Hikr.org

 

In der folgenden Karte haben findet ihr eine Übersicht über die oben beschriebenen Orte. 

 

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