Felssturz

Der Kletterboom hält an - neue Boulderhalle in Winterthur

Klettern und Bouldern liegt im Trend. Mit dem Blockfeld entsteht in Winterthur innert kurzer Zeit eine weitere Kletterhalle. Doch die neue Boulderhalle unterscheidet sich vom bisherigen Angebot. Während die lokale Szene eher skeptisch reagiert, glauben die Initianten mit ihrem Nischenprodukt dereinst ein grosses Publikum erreichen zu können. Wir haben bei den Initianten nachgefragt. 

 

 

Lange musste Winterthur auf eine zeitgemässe Kletterhalle warten. Nun eröffnet im Herbst 2015 nach dem „Sechsaplus“ innert kurzer Zeit bereits die nächste Kletterhalle. Anders als in Töss begrenzen sich die Macher der Blockfeld Boulderhalle am Oberen Deutweg aber auf ein reines Boulderangebot.

Ausser den kritischen Stimmen der Mitbewerber (vgl. Landboten vom 25. November 2014) ist noch wenig bekannt. Die Initianten kommunizieren bislang fast ausschliesslich über die sozialen Medien und die eigene Website. Ihr Kommunikationsstil ist mitunter etwas eigen, die Sprache blumig und gespickt mit Anspielungen und Insidern.

Wir haben nachgefragt und möchten Euch das Resultat nicht vorenhalten:

 

Liebe Gunilla, das Blockfeld ist innert kurzer Zeit die zweite Kletterhalle die in Winterthur eröffnet, was unterscheidet Euch vom 6aplus?

Das Blockfeld wird die erste Boulderhalle in Winterthur. Das 6aplus ist eine klassische Kletterhalle mit einem Boulderbereich.

 

Denkt ihr es ist Potential vorhanden für eine 2. Halle? Ihr bedient mit der Boulderhalle ja nur ein bestimmtes Segment.

Unser Statistiker meint ja. Das Angebot bestimmt die Nachfrage. Es gibt genügend sportliche Leute im Raum Winterthur. Die Konzentration auf unsere Nische ist genau das Richtige. Das lehrt doch jede Business-School gleich in der ersten Stunde: Unique Selling Proposition nennen sie das – und es gibt bestimmt noch wildere Bezeichnungen dafür. Die soziale Komponente und der einfache Einstieg machen das Bouldern zu einer gefragten Freizeitsbeschäftigung.

 

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Klingt interessant. Welche Trägerschaft steckt hinter Eurem Projekt?

Gunilla, Dan und Martin sowie Helfer und Helfershelfer. Mehrere Personen haben uns bereits Darlehen zur Verfügung gestellt, denen wir hier noch einmal Danke sagen. Vor ein paar Tagen hat sich zudem eine gefiederte und listige Rabenkrähe auf dem Dach der Boulderhalle Blockfeld niedergelassen. Ebenfalls wurde beim Blockfeld eine wissensdurstige Forschungsreisende mit Kamera gesichtet.

 

Wir sind gespannt. Wie ist denn Euer Projekt enstanden und wie lange schon seid ihr schon an der Planung?

Alles begann mit einem kleinen Felssturz im Thurgau, welcher sich vor Tausenden von Jahren ereignete und vor sechs Jahren in einer Scheune in Eschenz entdeckt und ausgegraben wurde. Da sich das kletterbare Gestein auf 120m2 beschränkt, wurden andere seismologische Bewegungen in nächster Nähe beobachtet. In Kreuzlingen gab es 2010 einen Felssturz. Dort erwies sich das Gestein aber als brüchig.

 

 

Ihr entstammt nicht der Winterthurer Kletterszene. Weshalb habt ihr Euch gerade für Winterthur als Standort entschieden?

In Winterthur wurde bei untersuchten Felsstürzen bereits 2012 und 2013 bessere Gesteinsqualität nachgewiesen. Jedoch eigneten sich beide Gebiete nicht zum Bouldern. 2014 ereignete sich im Quartier Mattenbach ein weiterer Felssturz von beachtlichem Ausmass. Die Felsmassen aus schwarzem Gabbrogestein, eine der härtesten Granitarten, kamen auf dem Oberen Deutweg 4 auf einer Fläche von 900m2 zum Stillstand. Das dort befindliche Gebäude wurde teilweise zerstört und wird zurzeit saniert. Es wird noch bis Herbst 2015 dauern bis die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind.

 

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Die Kletterszene im Raum Winterthur ist überschaubar. Wäre für Euch auch eine Kooperation mit anderen Kletterhallen denkbar gewesen?

Für Kooperationen mit anderen Boulderhallen, Kletterhallen und weiteren Gruppen sind wir offen.

 

Was wird denn im Blockfeld anders sein als in den bestehenden Hallen?

Eines ist klar: Das BLOCKFELD wird nicht einfach eine Kopie anderer Boulderhallen sein. Wir legen Wert auf einen eigenen Stil mit Hang zu wohltuendem Minimalismus. Regelmässige Updates gibt es via Website, Facebook, Twitter und Instagram.

 

Die Reaktionen auf Euer Projekt waren eher kritisch, wie im Artikel des Landboten nachzulesen ist. Wie geht ihr damit um?

Any press is good press. Wir nehmen das sportlich. Und sind gespannt, was die Bouldergäste meinen.

 

Zu guter Letzt, Wie sieht euer Pricing aus?

Es wird vergleichbar mit anderen Boulderhallen sein.

 

Und welche Jobs wirds bei Euch geben?

HallenwartIn, KursleiterIn und SchrauberIn. Das Staubsaugen übernimmt ein Roboter.

 

Das Interview wurde schriftlich geführt.

 

Was ist Eure Meinung? Macht eine separate Boulderhalle Sinn in Winterthur? Wir freuen uns auf euren Kommentar!

 

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Profile photo of Manuel Scherrer

3 comments

  1. Simon Häni 1 Februar, 2015 at 20:02 Antworten

    Ich freue mich riesig auf die Halle! Endlich ein Angebot in der Region das sich voll dem Bouldern widmet. Ich denke die Boulderhalle wird ein voller Erfolg werden und sich mit dem bestehenden Angebot ideal ergänzen.

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