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11 Fehler die dir beim Klettern nicht passieren sollten - und wie du sie verhindern kannst

Klettern ist ein Genuss und vielleicht das schönste Hobby, das man haben kann. Doch der Bergsport Allgemein und die verschiedenen Arten des Kletterns bergen auch Gefahren. Wir haben dir die gröbsten – nicht immer ganz ernst gemeinten – Fehler raussgesucht, und wie du sie verhindern kannst.

 

 

Diese Fehler sollten dir auf keinen Fall passieren:

 

1. Partnercheck für alle Knoten, Expressen & Klettergurt

Wenn du sicherst, vergewissere dich immer, dass das Seil korrekt durch das Sicherungsgerät läuft und sämtliche Karabiner verriegelt/zugeschraubt sind. Wenn du kletterst, checke deinen Sicherungsknoten (Achter und Dergleichen) ob er a) richtig durch den Gurt verläuft und b) genug angezogen ist und c) am Ende genügend Seil vorhanden ist, damit sich der Knoten auch bei Zug nicht lösen kann. Checkt Euch gegenseitig!

Und das kann passieren: Einer der bekanntesten Partnercheck-Fehler war der Unfall von Kletterlegende Lynn Hill in Buoux, Frankreich von 1989. Hyll hatte den Achterknoten nicht richtig geknöpft, dieser löste sich beim Umlenken und sie fiel 22m auf den Boden. Glücklicherweise überlebte Sie den Sturz. Sie gab im Nachhinein an, sie habe schlicht vergessen den Knoten zu beenden.

 

2. Helmtragen ist Pflicht

Clean Climber benützen in der Regel öfters einen Helm als Sportkletterer. Warum eigentlich? Gute Frage. Du kannst beim Sportklettern am Fels genau so mit der Wand kollidieren, den Kopf anschlagen und es gibt leider auch in Klettergärten immer wieder lose Steine.

 

3. Geduld und Vertrauen

„Geduld ist, Ausdauer zu haben, auf etwas zu warten was sich Zeit lässt!“ Lautet eines der vielen Zitate. Doch nicht nur Geduld, sondern auch Vertrauen sind das A und O beim Klettern. Vertrauen in den Partner, das Material, die eigenen Stärken und in die klitze kleine Leiste, dan der man sich gerade mit ein paar Fingern festhält. Pushe dich selber, aber sei dir trotzem der Risiken immer bewusst. Selbstüberschätzung ist immer noch eine der häufigsten Unfallursachen.

 

4. Seilenden abknöpfen

Klingt simpel? Ist es auch! Doch so einfach es ist, so schnell wird es vergessen oder vernachlässigt. Du kannst noch lange darüber debattieren, wie du einen Drei-Punkte-Sicherung am besten anbringst und gleichmässig belastest. Fakt ist: Es ist wahrscheinlicher, dass du dich ernsthaft beim Sportklettern verletzt, anstatt aufgrund einer instabilien Sicherung beim Clean Climbing. Binde das Seilende bei Einseillängen an deinen Seilsack, und knöpfe beim Abseilen von Mehrsseillängen unbedingt beide Enden ab. Mach es zur Gewohnheit, und tue es auch wenn du glaubst, das Seil ist ohnehin lang genug.

 

5. Andern die Onsight-Begehung vermasseln

Du hast die Route auf Anhieb geklettert? Sehr geil. Super, dass du das auch noch mit dem kleinen Leistentritt mit dem linken Fuss geschafft hast, währenddem du du mit dem rechten Arm in einem Seitengriff gehangen bist. Aber behalte es für dich. Es ist zwar noch niemand aufgrund von unnötigen Zwischenrufen gestorben, mit einem zu grossen Maul wurde aber schon so mancher Onsight-Versuch ruiniert.

 

6. Stirmlampe nicht vergessen

Ernsthaft? Ja. Auch wenn du denkst, dass du keine brauchst. Sie ist klein genug, sie trotzdem einzustecken. Das Licht am Ende eines langen Klettertages macht den Unterschied zwischen einem kalten, durstigen, hungrigen Biwak und einem gemütlichen Abendspaziergang zurück ins Camp.

 

7. Halbherziges Spotten

Du sollst nich trinken wenn du fährst – oder so ähnlich. Das selbe solltest du auch nicht beim bouldern tun, auf jeden Fall nicht wenn du gerade deinen Partner spottest. Ebnso solltest du nicht mit deinem Smartphone spielen, anderen Mädels nachschauen oder dich auf sonstige Nebensächlichkeiten konzentrieren. 100% Fokus auf deinen Partner.

 

8. Fallen.

Während Stürze beim Sportklettern „Part of the Game“ sind, im Eis sind sie ein gefährlicher Fehler. Ein Steigeisen kann deinen Knöchel demolieren oder ein Eisgerät kann sich in deinem Bein festbohren. Bevor du im Eis in den Vorstieg gehst, teste deine Placements, übe wie du Kraft sparen kannst. Stürze. Nicht. im Vorstieg. Beim Eisklettern.

 

9. Eisschrauben über deinem Kopf platzieren

Es ist verlocken, Eisschrauben so hoch wie möglich zu platzieren. Wenn du auf einem Vorsprung stehts, kein Problem. Falls du in einer steilen Eissäule stehst, lass es bleiben und platziere die Schraube auf Hüfthöhe. Hier hast du am meisten Kraft, die Sicherung sauber und effizient anzubringen.

 

10. Keine Sonnencreme auf der Nasenunterseite eincremen

Auf dem Gletscher dreht sich alles hauptsächlich um reflektierendes Sonnenlicht. Und von wo refkletiert es? Von unten. Deshalb vergesse nie die Unterseite deiner Nase einzucremen, spätestens beim nächsten Mal Nasen „schneuzen“ weisst du warum.

 

11. In die Richtung einer Sicherung schauen…

…während du sie gerade austestest und daran ziehst. Eine Vorstellung was geschieht, wenn eine Sicherung ausbricht während du daran zieht und genau in diese Richtung schaust? Richtig! Sie wandert direkt in dein Gesicht. Und zwar schnell. Mit deiner Faust voran. Besser, du hälst zur Sicherheit den Helm dazwischen, den du ja hoffentlich immer trägst. (siehe oben).

 

Nicht Lustig. Stürzen beim Klettern:

 

Hast du ebenfalls schon heikle Situationen erlebt? Schreib uns deinen Kommentar!

 

Inspiriert durch climbing.com

 

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